Überraschungen bei der Fußball-WM 2018: Das müssen Fans und Trainer aus der Weltmeisterschaft 2018 lernen

Fußball prägt. Dass auf dem Weg des Runden ins Eckige alles passieren kann, hat die Weltmeisterschaft 2018 eindrucksvoll gezeigt. Für Trainer, Spieler und Fans der besten Fußballnationen gilt es, aus den Geschehnissen zu lernen und die wichtigsten Lektionen der Spiele in Russland zu verarbeiten. Das fängt bei der Taktik an, sollte aber wesentlich über Spielanalysen hinausgehen.

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Zusammenhalt und Teamgeist der Top-Länder der Weltmeisterschaft 2018

Funktionierender Teamgeist stärkt die Moral, entfaltet primär allerdings das ganze Potential einzelner Spieler. Genau das hat man bei den stärksten Fußballnationen zum Teil nicht gesehen. Das betrifft wohl am offensichtlichsten Deutschland, hat „Die Mannschaft“ nicht nur wenig Teamgeist gezeigt, sondern auch am Feld und außerhalb untrennbare Differenzen zwischen einzelnen Spielern offenbart.

Das war etwa beim Spiel Deutschland gegen Südkorea am deutlichsten zu sehen. Während sich die Mannschaft nicht selbst motivieren konnte, aggressiv und offensiv zu spielen, war auch die Kommunikation zwischen den Spielern sehr mangelhaft. Das resultierte dann nicht nur in zwei Toren, sondern auch in einem leerstehenden Tor, was problemlos von Seiten der Südkoreaner ausgenutzt werden konnte.

Auf Nummer Sicher: Wie sichere Spiele den Aufstieg erleichtern und die Fans etwas zurücklassen

Fans setzen nicht nur gerne auf Premier League Wetten mit hohen Siegen und vielen Toren, sie kaufen auch lieber Fanartikel, wenn der Sieg der Lieblingsmannschaft entsprechend spektakulär ausfällt. Genau das hat bei der Weltmeisterschaft 2018 gefehlt. Besonders die Favoriten der Fußball-WM 2018 präsentierten sich relativ torarm und präferierten einen sicheren, niedrigen Sieg ohne viel Nervenzittern und Spannung.

Kompetitive Leistungen bisheriger Underdogs: Sollten Frankreich, Spanien und Co. an sich arbeiten?

Dass es nicht einfacher wird als zuvor haben Spanien, Frankreich und vor allem Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2018 gesehen. Besonders gefeilt werden sollte angesichts oftmals nur knapper Siege und einiger Niederlagen der ganz Großen am Feld besonders an der Spieltaktik. Mit einem aufsteigenden Japan dank einer starken Strategie und Taktik und einem gestärkten Russland am Rasen sollten sich Spanien, Portugal und Co. wieder vermehrt über neue Herangehensweisen während des Spiels Gedanken machen. Dass selbst Top-Spieler bei völlig unerwarteten Spielstrategien planlos agieren, zeigt sich etwa bei Belgien-Japan. Dass es hier mit einem knappen 3:2 noch vergleichsweise glimpflich ausging, lag primär an einem schnellen Spielerwechsel und nicht zuletzt an einer Prise Glück.

Es ist zu erwarten, dass sich Länder wie das Gastgeberland Russland, Japan oder etwa Polen weiterhin spielerisch und strategisch verbessern werden. In Anbetracht der nächsten WM und EM in 2 bzw. 4 Jahren sollten sich die Teamchefs und Coaches der ganz großen Teams weltweit mehr als nur ein paar Gedanken machen.

Ausdauer und Spielmoral – 90 Minuten und mehr

Immer entscheidender angesichts der großen Anzahl kompetitiver Nationen bei der EM und WM werden die letzen Minuten eines Spiels. Genau darauf sollte zukünftig mehr hintrainiert werden. Einerseits, weil die Spielentscheidung immer öfters erst relativ spät erfolgt. Andererseits, weil viele Spiele zunehmend unberechenbarer werden und Spielverfassung und Zufall immer wichtiger werdende Faktoren darstellen. Ausdauertraining und mentales Durchhalten sollte deshalb besonders intensiv trainiert werden, um Abnutzungserscheinungen und Leistungseinbrüche nach 45 Minuten oder nach Ablauf der offiziellen Spielzeit zu minimieren.

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