Fußball ist in Italien eine Frage von Leben und Tod: Die Serie A wird immer stärker

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Die italienische Serie A gehört weiterhin zu den TOP 5 der besten Fußballligen der Welt. Sie hatte eine harte Zeit, aber zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus, als ob die Zukunft dieses Wettbewerbs optimistisch sein würde. Der Fußball auf der Apenninenhalbinsel, oder wenn Sie es vorziehen, Calcio, bietet viele Besonderheiten.

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Fußball als Religion

 Italiener gehören zu den Völkern, unter denen das Christentum am weitesten verbreitet ist. Allerdings ist dies nicht die einzige Religion, die im Land der Pizza, Pasta und Kaffee herrscht. Die zweite Religion ist Fußball. Italien wurde 2006 Weltmeister und 2021 Europameister, eine der erfolgreichsten Nationen in der gesamten Geschichte des beliebtesten Spiels der Welt. Calcio, wie Fußball in Italien genannt wird, ist eines der zentralen gesellschaftlichen Themen. Die lokale Serie A ist der meistgesehene Sportwettbewerb des Landes. In der Presse und im Fernsehen ist zu spüren, dass Fußballspieler den Titel einer Berühmtheit tragen und bei den meisten Menschen bekannt sind. Dauertickets werden vererbt. Wenn Ihre Familie Juventus unterstützt, ist es praktisch undenkbar, dass Sie AC Mailand oder Inter unterstützen. In den Stadien der Serie A erleben Sie eine besondere Atmosphäre. Sie ist anders als in Spanien, England oder Deutschland. Und das macht es einzigartig.

Eine einzigartige Atmosphäre, getragen von der Geschichte

Fußballstadien in Italien gehören mit wenigen Ausnahmen, wie der Allianz Arena in Turin, zu den älteren Tribünen, die Geschichte kann man spüren. San Siro in Mailand, Stadio Olimpico in Rom oder Stadio San Paolo in Neapel sind Stadien, deren Besuch Sie nicht bereuen werden. Majestätische Gebäude, in denen mehr als einmal Geschichte geschrieben wurde, und Ventilatoren, die eine elektrisierende Atmosphäre schaffen. Es ist wichtig zu bedenken, dass die Serie A in Mailand und zum Beispiel in Neapel zwar der gleiche Wettbewerb ist, Sie jedoch einen anderen Eindruck vom Spiel haben werden. Dies liegt daran, dass die Italiener selbst in den verschiedenen Teilen ihres Landes sehr unterschiedlich sind. Vor den Spielen in Italien wird gefeiert, die Fans singen, werfen Leuchtraketen ab und präsentieren, wem sie im jeweiligen Wettbewerb die Daumen drücken. Das Interessante ist, dass die Eintrittskarten für die meisten Stadien auf Ihren Namen lauten und der Handel mit ihnen daher komplizierter ist, da die Veranstalter Sie um einen Ausweis bitten, sei es ein Personalausweis oder ein Reisepass. Die Spiele werden vor dem Anpfiff von Vereinshymnen begleitet, die vom gesamten Stadion gesungen werden. Ebenso sind die Gesänge während der Duelle für die Ultras-Anhänger, die regelmäßig zu den Outdoor-Spielen gehen, ein Erlebnis für sich.

Die Menschen erinnern sich und vergessen nichts

Als Gonzalo Higuaín für 90 Millionen Euro vom SSC Neapel zu Juventus Turin wechselte, wurde er für die Anhänger unter dem Vesuv im wahrsten Sinne des Wortes zum toten Mann und Bürgerfeind Nummer eins. Ein aktueller Fall ist beispielsweise Romelu Lukaku, der dem FC Chelsea gehörte, in der vergangenen Saison aber bei Inter Mailand zu Gast war, sodass er im Jahr 2023/2024 zum Rivalen AS Rom wechselte. Auch der Serbe Dušan Vlahovič, der von Fiorentina zu Juventus wechselte, konnte sich über den Widerstand der Fans äußern. Die Fans in Italien sind loyal und gefühlvoll, Transfers zwischen Vereinen sind undenkbar. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, denn beispielsweise Andrea Pirlo, ein bekannter Fußball-Elegant, spielte in Brescia, AC Mailand und Juventus Turin. Er hatte nur einen Bruchteil der Hasser. Insgesamt ist Juventus in Neapel verhasst, in Mailand gibt es eine riesige Rivalität zwischen AC und Inter, in Rom zwischen AS und Lazio. Nicht einmal Inter Mailand und Juve oder Neapel und die Mailänder Klubs können sich nicht leiden.

Eine glänzende Zukunft für die Serie A?

Die französische Ligue 1 war in den letzten Jahren bis auf wenige Ausnahmen Sache von Paris Saint-Germain. Seit einem Jahrzehnt regiert Bayern München in der deutschen Bundesliga. In der spanischen La Liga dreht sich überwiegend alles um den Titelkampf zwischen Real Madrid und FC Barcelona. Und die englische Premier League? Eine der TOP-Ligen der Welt drehte sich in den letzten Jahren vor allem um Manchester City. Auf der anderen Seite der Barrikade steht die Serie A. Italiens Top-Wettbewerb lieferte in den letzten Saisonen einen spannenden Titelkampf. Daran sind Juventus Turin, AC Mailand, AS Rom, Inter Mailand, Lazio Rom, SSC Neapel oder auch AFC Fiorentina beteiligt. Die Konstellation der Vereine, die eine Chance auf den prestigeträchtigen Scudetto haben, ist breit. Bei den Spielen geht es nicht mehr nur um Verteidigung und perfekte Taktik, im Wettbewerb treten neben technisch versierten Spielern auch Stars wie Lautaro Martinez (Inter), Paulo Dybala (AS Roma), Rafael Leao (AC Mailand), Ciro Immobile (Lazio Rom), oder Victor Osimhen (SSC Neapel) an. Der höchste Wettbewerb auf der Apenninenhalbinsel hat an Qualität zugenommen, und wenn Fans unvorhersehbare Spiele sehen möchten, in denen auch österreichische Fußballer (sei es Arnautovic, oder Posch) spielen, ist die Serie A die ideale Alternative.

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